Fazit – so nicht mehr!!!

Mit der falschen Ausrüstung wird Regen schnell zur persönlichen Nasszelle – und das ist alles andere als erfrischend.

Nach über 3.000 Kilometern im Sattel eines Motorrads sammelt man zwangsläufig eine Menge Erfahrungen – vor allem jene, die einem für zukünftige Touren ein solides Fundament bieten. Doch heute möchte ich ein kleines „Highlight“ teilen: mein Gepäcksystem. Oder besser gesagt, das System, das ich damals nutzte.

Vorweg: Mittlerweile bin ich auf etwas völlig anderes umgestiegen (keine Werbung, versprochen – nur so viel: Der Hersteller sitzt in Deeside, Wales, bietet zehn Jahre Garantie und hat einen Slogan, der Vertrauen weckt: „Our guarantee covers defects in materials and manufacture.“).

Das System aus dem KTM PowerParts-Bereich hingegen?

Nun ja, wie soll ich es höflich ausdrücken? Besch…eiden? Unbrauchbar? Lassen wir die Etikette mal beiseite:

Es war ein Desaster.

Zwei Hartschalenkoffer, die mit Innentaschen geliefert wurden, in die gefühlt nur ein halber Liter Luft passt. Wasserdicht?Natürlich nicht. Aber keine Sorge, dafür gab es ja Hussen! Diese umschlossen die Koffer allerdings nicht vollständig und waren – Überraschung – ebenfalls nicht wasserdicht.


Als wäre das noch nicht genug, war das System auch mit meinem Akrapovic-Auspuff inkompatibel. Gut, das wusste ich im Vorfeld, also kam der Originalauspuff wieder dran. Aber dass das Ganze mit einem kurzen Heck ebenfalls nicht passte? Das war der Punkt, an dem ich ernsthaft an der Sinnhaftigkeit dieses Produkts zweifelte.

Der Regen tat sein Übriges: Dreimal erwischte es mich, davon zweimal richtig. Die Etappe von Metz nach Dijon wurde zur regelrechten Wasserschlacht, und meine Schuhe blieben selbst einen Tag später in Le Puy-en-Velay noch klatschnass. Zum Glück hatte ich wasserdichte Packbeutel – sonst wäre der Frust komplett gewesen.

Dieses Gepäcksystem hat mich so sehr genervt, dass ich regelrecht erleichtert war, als ich es endlich loswerden konnte. Heute blicke ich darauf zurück und denke: Manchmal muss man durch den Sturm, um zu sehen, welche Systeme wirklich halten, was sie versprechen.