Von Mende über Millau nach Cap d’Agde: Sonnenfahrt durch Südfrankreich

Früher Aufbruch und perfekte Wetterbedingungen
Am frühen Morgen verließ ich Mende und spürte sofort die kühle Bergluft auf der Haut. Meine Navigations-App „AmiGO“ führte mich auf eine malerische Strecke durch das Zentralmassiv bis hinab nach Millau. Trotz morgendlicher Frische lachte die Sonne bereits ungetrübt vom Himmel – mit Ausnahme weniger Tropfen in der Eifel am ersten Tag, hatte ich auf dieser Tour durchweg perfektes Wetter.
Rast in Millau und Erinnerung an das Viadukt
Im Zentrum von Millau füllte ich meine Vorräte im lokalen Supermarkt auf: Wasser und eine Coke Zero für den nächsten Abschnitt. Dann zog es mich hinauf zum Domaine de Saint Estève, dem Hotel, in dem ich 2024 übernachtet hatte. Von dort bot sich ein atemberaubender Blick auf das Viaduc de Millau – ein kurzer Moment der Ruhe, eingeleitet von Vanessas liebevoller Überraschung: einer Bifi-Roll als Proviant.


Hitze und Stau: Die Fahrt nach Cap d’Agde
Je weiter ich das Zentralmassiv verließ, desto wärmer und schwüler wurde es. Mit jedem Höhenmeter Richtung Mittelmeer stieg das Thermometer an. Schließlich erreichte ich Cap d’Agde, doch die Anfahrt dort war weniger idyllisch: Das Navi zeigte nur 15 km an, doch das ständige Stop-and-Go an unzähligen Stoppschildern machte daraus 45 Minuten quälenden Schrittfahrens. Und dann setzte leichter Regen ein – meine Stimmung sank.

Enttäuschung im Appart’Hotel Prestige Odalys Nakâra
Das Résidence Prestige Odalys Nakâra war auf meiner Reise das teuerste Hotel, hinterließ aber leider einen völlig unbefriedigenden Eindruck. Für ein vier Sterne Hotel erwarte ich mehr: Es gab nicht einmal Kosmetiktücher. Obwohl das Hotel eher als Ferienwohnung deklariert ist, finde ich bei einem Preis von über 270 € für zwei Nächte eine tägliche Zimmerreinigung selbstverständlich – diese wurde jedoch nicht angeboten. Die Küchenzeile war zwar mit nahezu jedem Gerät ausgestattet, aber eine kleine Aufmerksamkeit wie Kaffee- oder Teebeutel als Begrüßung, wie man es selbst in 2- bis 3-Sterne-Hotels oft hat, fehlte völlig. Besonders überrascht war ich über die hohe Kaution. Das einzig Positive war das sehr freundliche Personal, das diesen Aufenthalt zumindest menschlich angenehmer gestaltete. Aufgrund des schlechten Preis-Leistungs-Verhältnisses werde ich nicht wiederkommen.
