In diesem Beitrag geht es um das Carpuride W602BS an meiner BMW. Trotz wechselhaftem Wetter und noch etwas angeschlagener Knie hielt mich nichts davon ab, die ersten 80 Kilometer des Jahres zu sammeln. Das Ziel: Ein Praxistest für das neue technische Setup und die Gepäckkonfiguration meiner BMW R1300 GSA. Es gibt Lichtblicke am Cockpit-Himmel und bewährte Lösungen für den Stauraum.
Carpuride W602BS
Das Carpuride W602BS: Android Auto am Motorrad
Das Herzstück meines neuen Cockpits ist das Carpuride W602BS. Ein 6 Zoll großes Display, das speziell für die Navigation und Mediensteuerung entwickelt wurde.
Die Technik im Detail
Display: 6 Zoll IPS-Touchscreen, der auch bei direkter Sonneneinstrahlung hervorragend ablesbar ist.
Konnektivität: Dual-Bluetooth (verbindet Smartphone und Headset gleichzeitig) sowie kabelloses Android Auto und Apple CarPlay.
Schutzklasse: IP67 – absolut wasserfest und staubgeschützt, was für uns Tourenfahrer essenziell ist.
Stromversorgung: Direkt über den BMW-Anschluss (2025/2026 keyless), was eine saubere Optik ohne Kabelsalat garantiert.
Technische Details
Praxiserfahrungen
Die Einrichtung verlief überraschend intuitiv. Obwohl ich bisher keine Erfahrung mit Android Auto hatte, stand die Verbindung innerhalb kürzester Zeit. Besonders hervorzuheben ist die Integration: Die Steuerung über das BMW-Wonderwheel funktioniert tadellos, auch wenn ich mich dabei ertappe, für schnelle Eingaben lieber den Touchscreen direkt mit dem Finger zu bedienen.
Ein technisches Detail zur Uhrzeit: Das Gerät verfügt über keine interne Pufferbatterie für eine Echtzeituhr (RTC). Daher kann es Uhrzeit und Datum nur anzeigen, wenn eine aktive Verbindung zum Smartphone besteht, von dem es sich die Daten synchronisiert.
Ein echter „Gamechanger“ gegenüber dem originalen BMW Navigator VI: Das bekannte Problem, dass der Tageskilometerzähler 1 im TFT verschwindet oder nicht mitzählt, tritt beim Carpuride nicht auf. Alle Fahrdaten im Bordcomputer bleiben vollumfänglich erhalten. Die BMW Connected App lässt sich bauartbedingt nicht direkt spiegeln, da Android Auto nur zertifizierte Apps unterstützt – für die reine Navigation mit Google Maps ist die Darstellung jedoch brillant.
Wunderlich xtreme & KRIEGA US 20
Gepäcklösung: Wunderlich trifft auf Kriega
Für die große Rundreise muss das Gepäck sicher und wetterfest verstaut sein. Ich habe mich für eine Kombination aus den Wunderlich Extrem Koffern (speziell für die neue GSA-Generation) und der Kriega US-20 Drypack Tasche entschieden.
Die Montage der Kriega-Tasche auf dem rechten Kofferdeckel klappte hervorragend. Die Arretierung ist bombenfest – ideal, um schnell auf Regensachen oder Verpflegung zuzugreifen, ohne die großen Koffer öffnen zu müssen. Die Kriega US-Serie ist für ihre Robustheit bekannt und ergänzt das harte Aluminium der Wunderlich-Koffer perfekt.
SHOEI NXR 2
Ausblick: Sicherheit und Content-Creation
„Gegen die Monotonie auf langen Autobahnetappen liebäugele ich noch mit dem Sena 3S Plus Universal – ein bisschen Entertainment muss sein. Spannend wird dann der ‚Stresstest‘ für den Smartphone-Akku: Der nächste Ausritt muss zeigen, wie standfest er im Dauerfeuer zwischen BMW-Kopplung und Carpuride-Verbindung wirklich ist.“
Oliver am 07.02.2026
Den Abschluss meines Setups bildet der neue SHOEI NXR 2. Als Nachfolger meines geliebten NXR 1 bietet er eine nochmals verbesserte Aerodynamik und Belüftung. Aktuell bereite ich den Helm für die Montage der DJI Osmo Action 5 vor. Sobald das Setup steht, wird es dazu natürlich auch Bewegtbild geben.
Die Vorfreude auf die große Tour steigt mit jedem Ausrüstungsgegenstand, der seinen Platz findet. Bleibt dran für die nächsten Updates!
Von Fritten, Kurven und dem Traum von den Pyrenäen
Hallo zusammen! Wie ihr vielleicht gemerkt habt, weht hier im Blog ein frischer Wind. Nach ein paar technischen Stolpersteinen beim Umzug starte ich nun komplett neu – passend zu meinem neuen Weggefährten, der seit Oktober 2025 in der Garage steht.
Der Beginn einer neuen Ära: Die BMW R1300 GSA
Der „Frit-Test“ in Belgien
Alles begann im letzten Herbst. Seit Oktober 2025 bin ich stolzer Besitzer der neuen BMW R1300 GSA. Sie soll mich durch das Jahr 2026 tragen, doch der Start war nicht ganz ohne Tücken.
Während die manuelle Schaltung ein absoluter Traum ist, macht mir der Automatisierte Schaltassistent (ASA) noch Sorgen. BMW verspricht präzise Gangwechsel auf neuem Level – bei mir fühlt es sich aktuell noch nicht danach an, was ich bei der anstehenden 800km-Einfahrinspektion definitiv monieren werde. Auch die Speed-Limit-Anzeige gönnt sich gerne mal eine Auszeit.
Ein Erfolgserlebnis gibt es aber beim Zubehör: Nachdem ich einen undichten Wunderlich-Koffer umtauschen musste, haben die neuen Exemplare den Härtetest im Garten bei Frost, Schnee und Regen mit Bravour bestanden – absolut dicht!
Um mich mit der „Dicken“ vertrauter zu machen, ging es im November für einen kurzen Ritt über die Grenze. Das Ziel? Die bekannte Friterie Chez Gigi in Belgien.
Fritten bei Chez Gigi
Noch mehr belgische Köstlichkeiten
Dort konnte ich nicht nur mein Französisch auffrischen, sondern auch die in Rinderfett frittierten Fritten genießen – ein Muss für jeden Genießer. Die Fahrt war die perfekte Vorbereitung auf das, was im Frühjahr und Sommer auf mich wartet.
Warmlaufen für das große Abenteuer
Bevor die große Sommertour startet, ist der Kalender bereits prall gefüllt. Ich plane, die GSA bei verschiedenen Klassikern und Tagestouren auszuführen:
Januar/Februar: Drei Tage durch das Sauerland.
Ostern: Wenn das Wetter, Ehefrau und tierische Mitbewohner mitspielem, geht es in die Vogesen (Gründonnerstag bis Montag).
Frühjahrsklassiker (Radsport): Ich werde bei den großen Eintagesrennen wie Paris-Roubaix (12.04.), dem Amstel Gold Race (19.04.) und Liège-Bastogne-Liège (26.04.) dabei sein.
Das Highlight: 5.200 Kilometer Freiheit
Meine Erfahrungen bei der Tour de France 2024 in den Pyrenäen haben meine Planung für 2026 stark beeinflusst.
Die Planung steht, die Unterkünfte sind weitgehend gebucht. Im Sommer 2026 wartet eine Mammut-Tour auf mich, die alles bisherige in den Schatten stellt. 14 Tage, ca. 5.200 Kilometer und eine Route, die das Herz jedes Motorradfahrers höher schlagen lässt.
Ein besonderes Highlight wird mein Live-Besuch am Straßenrand der Tour de France in Foix sein. Doch auch abseits der Profi-Radler ist die Strecke gespickt mit Highlights:
Atlantik & Pyrenäen: Von der Dune du Pilât über Biarritz nach San Sebastián. Danach folgt „Grenzhopping“ auf der legendären N-260.
Zentralmassiv: Meine motorradtechnische „Große Liebe“. Von Carcassonne über das Viadukt von Millau bis nach Clermont-Ferrand.
Etappe
Datum
Von
Nach
Highlight/Status
1-3
27.06. – 29.06.
Wesseling
Ciboure
Atlantikküste & Biarritz
4
30.06.
Ciboure
San Vicente
Einstieg Spanien
5-8
02.07. – 05.07.
San Vicente
Pyrenäen
N-260 & Kurvenrausch
9
06.07.
Pyrenäen
Foix
Ankunft TDF-Basis
10-13
08.07. – 11.07.
Foix
Wesseling
Zentralmassiv & Rückreise
Exakte Planung, Stand 31.01.2026 – siehe letztes Bild
Eure Tipps sind gefragt!
Ein paar Etappen in den Pyrenäen und im Zentralmassiv halte ich mir noch offen, um spontan auf Wetter und Lust reagieren zu können.
Habt ihr Empfehlungen? Ich suche noch nach Pensionen oder Hotels in den Pyrenäen. Wichtig: Eigenes Bad und ein privater, gesicherter Parkplatz für die GSA sind Pflicht.
Sollte euch also ein Geheimtipp untergekommen sein, schreibt es mir gerne in die Kommentare bzw. noch per Mail!
Um auf meiner Tour durch Frankreich und Spanien immer die Kurven im Blick zu behalten, unterstützt mich Carpuride* 2026 mit einem Testgerät, zu dem ich euch direkt von der Piste ehrliches Feedback geben werde – und falls ihr euer Cockpit ebenfalls auf das nächste Level heben wollt, sichert euch satte 30 % Rabatt mit dem Code:
JoshuaNaben
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Die Entscheidende Rückfahrt: Von Cap d’Agde nach Wesseling – Ein Sturmritt durch die Pyrenäen
Kapitel 1: Der Entschluss in Cap d’Agde (27.08.)
Schwarze Küste ISchwarze Küste IIAustern am MorgenSometimes…Lecker
Kapitel 1 – The same procedure as every year, James (Regen – wie 2024)
Der Tag begann mit gleißender Sonne über dem Mittelmeer, doch die Wettervorhersage im Hinterkopf war düster: Starkregen, teils unwetterartige Schauer sollten in den kommenden Tagen meinen Weg kreuzen. Ich stand früh am Morgen am Strand von Cap d’Agde, das leise Rollen der Wellen klang wie eine letzte Einladung zur Küstenroute. Aber ich wusste, dass unbeständiges Wetter und Umwege über die Bretagne mich nur unnötig verzögern würden. Also holte ich tief Luft, zog meine Fahrtjacke enger und legte den ersten Gang ein – Direktflug ins Gebirge.
Willkommen in den Pyrinäen
Mein Motorrad fraß die Kilometer, während das Thermometer langsam fiel und die Sonne hinter dichten Schleiern verschwand. Von weitem grüßte Carcassonne mit seinen majestätischen Mauern, aber der dichte Dunst und tiefhängende Wolken verhüllten das mittelalterliche Juwel. Ich nahm nur einen schemenhaften Umriss wahr, eine Silhouette im grauen Morgenlicht – die Stadtmauer mochte stolz und ehrfurchtgebietend sein, doch heute war ihr Anblick ein Wink des Himmels, meinen Besuch auf eisige Tage zu verschieben.
Kapitel 2: Der erste Regenguss und Tarascon-sur-Ariège
Die Pyrenäenvorberge nahmen mich in ihre Arme, als wollte ich nie wieder entkommen. Die Straße schlängelte sich durch grüne Hügel und dichte Wälder, doch die Sicht war eingetrübt von grauen Vorhängen – perfekte Kulisse für einen nervösen Herzschlag.
Schließlich erreichte ich Tarascon-sur-Ariège zur Durchfahrt, nicht zum Verweilen. Der Himmel dort grollte und knarrte, als habe jemand eine gigantische Wasserkammer über den Pyrenäen geöffnet. Ich dachte an den McDonald’s-Parkplatz, von dem aus es laut Navi 80 Kilometer bis La Massana sein sollten, wenn man den Tunnel d’Envalira nimmt. Nur 20 Kilometer hinter Tarascon barst es dann los: Ein Wolkenbruch, so heftig, dass ich instinktiv anhielt und mich unter einen morschen Baum verharrend umzog. Dann Regenhose, Regenjacke, Handschuhe – jedes Kleidungsstück wurde zum Damm gegen herabstürzende Fluten. Die Tropfen trommelten auf meinen Helm, als hielte jemand ein Trommelwirbel-Konzert ab. Ich nahm tiefen Atem, drückte meine Fäuste um die Lenkerenden und stieß mich wieder in die Wassermassen.
RegenTarascon-sur-AriègeErgebnisTrockenkammerZimmer IZimmer II
Kapitel 3: Tunnel vs. Pass – Lektion am Port d’Envalira
Der Port d’Envalira (auch Col d’Envalira) ist der höchste Straßen-Gebirgspass der Pyrenäen. Er befindet sich auf einer Höhe von 2408 m in Andorra und verbindet das Tal der Ariège im Norden mit dem der Valira im Westen. Der Pass hat keine Wintersperre und ist somit die höchstgelegene ganzjährig befahrbare Passstraße Europas. Von der Passhöhe kann man durch einen 2860 m langen, mautpflichtigen Tunnel auf 2060 m Höhe ausweichen, doch ich wählte den offenen Weg. Im Sturm, Regen und dichten Verkehr kroch ich kaum schneller als 10 km/h hinter einem Cola-LKW her, während jede Kurve neue Kälteschauer schickte und wertvolle Zeit verstrich. Rückblickend wäre es klüger gewesen, den Tunnel d’Envalira zu nehmen – doch nur so kann ich nun stolz sagen, einmal selbst über den höchsten Pass der Pyrenäen gefahren zu sein.
Kapitel 4: Ankunft in La Massana – Kühle Berge, heißer Ärger
Am 27. August rollte ich am frühen Nachmittag in La Massana ein. Nach den schwülen Tagen am Mittelmeer empfingen mich die Pyrenäen mit kühler Luft und Wolken, die sich wie schwere Decken über die Gipfel legten. Eigentlich die perfekte Einstimmung auf das, was ich mir so sehr vorgenommen hatte: die Vuelta a España aus nächster Nähe zu erleben.
Doch schon bald wich die Vorfreude einem ersten Dämpfer. Das gebuchte Hotel entpuppte sich als ein Fall für meine spätere negative Bewertung: veraltete Ausstattung, ein insgesamt liebloser Eindruck – und das Schlimmste: Am Abend stellte ich fest, dass ein anderer Gast mein Motorrad eigenmächtig umgeparkt hatte. Ohne Rücksprache, ohne Entschuldigung. Ein Affront, der nicht nur mein Vertrauen erschütterte, sondern auch ein Gefühl von Unsicherheit hinterließ.
So begann mein Aufenthalt in La Massana nicht mit Begeisterung, sondern mit Ärger. Und doch wusste ich: Morgen, am Tag der Vuelta, würde alles andere in den Hintergrund treten.
Kapitel 5: Die Vuelta in La Massana – Radsport zum Greifen nah
Am Morgen des 28. August verwandelte sich La Massana in eine Bühne: Absperrgitter klirrten, Flaggen flatterten, Zuschauer strömten aus allen Gassen. Die Atmosphäre vibrierte. Ich nahm die Seilbahn hinauf, um den besten Blick auf das Ziel und die Strecke zu haben. Unter mir zog das kleine Bergstädtchen vorbei, während ich höher stieg – bis ich schließlich den perfekten Platz fand, um Teil dieses Spektakels zu werden. Erst kam die Werbekolonne: bunt, überdreht, aber genau das richtige Warm-up. Dann wurde es ernst – das Peloton rauschte heran. Innerhalb von Sekunden schob sich die Masse der Fahrer vorbei, dicht gedrängt, begleitet von einem donnernden Jubel. Der Moment war kurz, aber intensiv, elektrisierend, fast greifbar.
In einer kleinen Bar gönnte ich mir gegen Mittag ein Menu del Dia – etwas zu essen – schlicht, spanisch, genau richtig. Danach ging es gen Gipfel die Zieleinkunft zu sehen. Kein Vergleich zum gigantischen Rahmen der Tour de France, aber gerade das machte den Tag so besonders: nahbar, authentisch, mitreißend. Als die Sonne langsam hinter den Bergen verschwand, war klar: Dieser Tag hatte mein Herz für die Vuelta endgültig erobert.
SeilbahnZielbereichZielbereichNach dem RennenLecker
Kapitel 6: Entscheidung im Abendlicht
Doch am Abend des 28. August kehrte die Realität zurück. Die Wetterprognosen kündigten Dauerregen und Stürme an, und die Erinnerung an das respektlose Umstellen meines Motorrads nagte weiter. Es war die Mischung aus beidem, die den Entschluss brachte: Abbruch. Nicht die Bretagne, kein Umweg mehr – stattdessen eine direkte Rückreise, bevor das Abenteuer im Chaos endete. Schweren Herzens, aber mit der Klarheit, die nur solche Reisen schenken: Manchmal sind es nicht nur die Höhenpunkte, die zählen, sondern auch die Lektionen.
Kapitel 7: Heimwärts – zwischen klarem Himmel und Vertrauensbruch
Der 29. August begann in La Massana mit klarem, kaltem Sonnenschein. Die frische Luft in den Bergen war belebend, doch innerlich lastete das nagende Misstrauen schwer: Mein Motorrad war ohne mein Wissen und ohne meine Zustimmung von einem anderen Gast rechtswidrig umgestellt worden. Für mich, der ich meiner KTM wie einem treuen Gefährten vertraue, war das ein tiefer Vertrauensbruch und ein schwerer Schlag. Mit gemischten Gefühlen sattelte ich die Duke und verließ La Massana. Die Fahrt bis Tarascon-sur-Ariège blieb trocken und klar, die Sonne ließ die Landschaft strahlen. Doch kaum 20 Kilometer hinter Tarascon begann ein erster Regenschauer, der sich bald in einen heftigen Wolkenbruch verwandelte – etwa 50 Kilometer später kämpfte ich mich durch sintflutartigen Regen, der Straßen wurden rutschig und die Sicht eingeschränkt. Schnell zog ich meine Regenkleidung an und stellte mich der Herausforderung. Jeder Kilometer war nicht nur ein Abschied vom Gebirge, sondern auch von der Illusion, dass jede Reise ohne Zwischenfälle verläuft. Der Regen und das verlorene Vertrauen waren nun meine Begleiter.
Kurz vor dem Grenzübergang nach Frankreich
Kapitel 8: Ankunft im heimischen Morgenlicht
Obwohl das Navi eine Ankunftszeit von 23:30 Uhr angezeigt hatte, parkte ich die Duke erst um 00:45 Uhr vor meinem Haus in Wesseling. 1.436 Kilometer, gefahren in rund 17 Stunden, lagen hinter mir – eine Mischung aus Erschöpfung und tiefer Zufriedenheit. Die kühle Nachtluft empfing mich, und Vanessa nahm mir schweigend das Gepäck ab. Ein Moment des Friedens nach einem harten Ritt. Ich liebe Dich Vanessa!!!
Gesamtfahrleistung der Tour 2025
Epilog: Neue Horizonte mit der BMW R 1300 GS Adventure
Diese Reise hat mich nicht nur gelehrt, wie wichtig Vertrauen in mein Motorrad ist und wie schnell es erschüttert werden kann. Für meine kommenden Touren habe ich bewusst neue Schwerpunkte gesetzt und fahre nun nicht mehr primär ans Mittelmeer, sondern an die wilden Atlantikküsten und in das majestätische Zentralmassiv.
Dabei vertraue ich künftig auf die BMW R 1300 GS Adventure – eine beeindruckende Reiseenduro, die exakt für solche Touren konzipiert ist. Mit ihrem kraftvollen 1.300 cm³ Boxermotor, der 145 PS und ein maximales Drehmoment von 149 Nm liefert, bietet sie sowohl kraftvollen Vortrieb als auch souveräne Laufruhe. Das elektronische Fahrwerk passt sich dynamisch den Straßenbedingungen an, und das neu gestaltete Chassis sorgt für sowohl Stabilität bei hohem Tempo als auch Agilität auf kurvigen Landstraßen und Schotterpassagen. Komfortsitze mit Sitzheizung, großzügiger Wind- und Wetterschutz sowie innovative Assistenzsysteme runden das Paket für lange, anspruchsvolle Touren ab.
Diese Maschine ist mein neuer Gefährte auf den kommenden Abenteuern – gebaut für Komfort und Performance auf langen Strecken, stabil in schwierigen Bedingungen, und bereit, jeden Kilometer zur Legende zu machen. Jede Kurve wird zum Versprechen neuer Erlebnisse, jede Fahrt zur Einladung, die Freiheit neu zu entdecken.
Von Mende über Millau nach Cap d’Agde: Sonnenfahrt durch Südfrankreich
Früher Aufbruch und perfekte Wetterbedingungen
Am frühen Morgen verließ ich Mende und spürte sofort die kühle Bergluft auf der Haut. Meine Navigations-App „AmiGO“ führte mich auf eine malerische Strecke durch das Zentralmassiv bis hinab nach Millau. Trotz morgendlicher Frische lachte die Sonne bereits ungetrübt vom Himmel – mit Ausnahme weniger Tropfen in der Eifel am ersten Tag, hatte ich auf dieser Tour durchweg perfektes Wetter.
Rast in Millau und Erinnerung an das Viadukt
Im Zentrum von Millau füllte ich meine Vorräte im lokalen Supermarkt auf: Wasser und eine Coke Zero für den nächsten Abschnitt. Dann zog es mich hinauf zum Domaine de Saint Estève, dem Hotel, in dem ich 2024 übernachtet hatte. Von dort bot sich ein atemberaubender Blick auf das Viaduc de Millau – ein kurzer Moment der Ruhe, eingeleitet von Vanessas liebevoller Überraschung: einer Bifi-Roll als Proviant.
Hitze und Stau: Die Fahrt nach Cap d’Agde
Je weiter ich das Zentralmassiv verließ, desto wärmer und schwüler wurde es. Mit jedem Höhenmeter Richtung Mittelmeer stieg das Thermometer an. Schließlich erreichte ich Cap d’Agde, doch die Anfahrt dort war weniger idyllisch: Das Navi zeigte nur 15 km an, doch das ständige Stop-and-Go an unzähligen Stoppschildern machte daraus 45 Minuten quälenden Schrittfahrens. Und dann setzte leichter Regen ein – meine Stimmung sank.
Enttäuschung im Appart’Hotel Prestige Odalys Nakâra
Das Résidence Prestige Odalys Nakâra war auf meiner Reise das teuerste Hotel, hinterließ aber leider einen völlig unbefriedigenden Eindruck. Für ein vier Sterne Hotel erwarte ich mehr: Es gab nicht einmal Kosmetiktücher. Obwohl das Hotel eher als Ferienwohnung deklariert ist, finde ich bei einem Preis von über 270 € für zwei Nächte eine tägliche Zimmerreinigung selbstverständlich – diese wurde jedoch nicht angeboten. Die Küchenzeile war zwar mit nahezu jedem Gerät ausgestattet, aber eine kleine Aufmerksamkeit wie Kaffee- oder Teebeutel als Begrüßung, wie man es selbst in 2- bis 3-Sterne-Hotels oft hat, fehlte völlig. Besonders überrascht war ich über die hohe Kaution. Das einzig Positive war das sehr freundliche Personal, das diesen Aufenthalt zumindest menschlich angenehmer gestaltete. Aufgrund des schlechten Preis-Leistungs-Verhältnisses werde ich nicht wiederkommen.