Kategorie: Technik & Cockpit

In dieser Kategorie findest du Erfahrungsberichte und Tests rund um Cockpit-Erweiterungen, Navigationslösungen und technische Komponenten an der BMW R1300 GSA. Im Fokus stehen Praxistauglichkeit, Integration und Mehrwert auf längeren Touren.

  • Sena SRL-EXT Einbau am Shoei NXR2: Premium-Sound trifft auf Dokumentations-Lücken

    Sena SRL-EXT Einbau am Shoei NXR2: Premium-Sound trifft auf Dokumentations-Lücken

    Der Erwerb des Sena SRL-EXT erfolgte über den Fachhändler RAD, wobei die Abwicklung durch eine schnelle Lieferung und eine attraktive Preisgestaltung überzeugte. Nach dem Entpacken zeigt sich die hochwertige Haptik der Hardware, die speziell für die Aerodynamik des Shoei NXR2 entwickelt wurde. Ein erster kritischer Punkt offenbart sich jedoch bereits vor der Montage in der unzureichenden Dokumentation, die primär auf digitalen Quellen basiert. Für die vollständige Anleitung ist ein externes Endgerät erforderlich, was den Arbeitsprozess in der Werkstatt unnötig unterbricht. Es ist unverständlich, warum bei einem Produkt in dieser Preisklasse keine haptisch greifbare Dokumentation beiliegt, die den gesamten Prozess lückenlos abbildet.

    Vorbereitung und Firmware-Update

    Die Vorbereitungen für den Sena SRL-EXT Einbau beginnen idealerweise mit einer umfassenden Bestandsaufnahme der mitgelieferten Komponenten und einer ersten Systemprüfung am Schreibtisch. Hierbei zeigt sich bereits die erste technologische Hürde, die den modernen Premium-Anspruch des Herstellers massiv infrage stellt. Während Marktteilnehmer wie Bose oder JBL bereits seit Jahren eine vollständig drahtlose Wartung und Firmware-Aktualisierung über mobile Applikationen ermöglichen, erzwingt Sena hier einen unnötigen Medienbruch. Die mobile App informiert zwar korrekt über eine verfügbare Firmware der Version 1.1, die eigentliche Installation erfordert jedoch zwingend einen stationären Windows-PC oder einen Mac.

    Dieser Umstand mindert die operative Flexibilität erheblich, da eine Systempflege ohne Zugriff auf eine klassische Computer-Infrastruktur faktisch ausgeschlossen ist. Zudem ist die erforderliche Software, der sogenannte Sena Device Manager, auf der offiziellen Herstellerseite nur unter erheblichem Aufwand auffindbar. Eine manuelle Suche über externe Suchmaschinen war notwendig, um das entsprechende Tool auf der Support-Unterseite zu lokalisieren. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, die offizielle Sena Bedienungsanleitung als Referenz in diesen Bericht zu integrieren. Ein solches Verfahren wirkt im Jahr 2026 technologisch völlig überholt und sollte bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden.

    Mechanischer Einbau im Shoei NXR2

    Der mechanische Teil beim Sena SRL-EXT Einbau am Shoei NXR2 beginnt mit der Demontage der Innenpolster, um den Zugang zur Helmschale und den Führungskanälen freizulegen. Besonders bei der BMW R1300 GSA ist ein präziser Sitz der Komponenten für eine stabile Kommunikation bei höheren Geschwindigkeiten entscheidend. Die Anbringung der Basisplatte sowie des Akkus verlangt nach einer sauberen Oberfläche, um die Klebekraft der 3M-Pads voll auszuschöpfen. Hierbei sollte man besonders auf die konkave Formgebung der Shoei-Helmschale achten, um eine spannungsfreie Montage der starren Hardware-Komponenten zu erreichen.

    Die Fixierung der Haupteinheit erfolgt über ein Klick-System, das eine sichere Verbindung zur Basisplatte gewährleistet. Es ist ratsam, die Positionierung vor dem endgültigen Verkleben mehrfach zu validieren, da Korrekturen nach dem Anpressen kaum noch möglich sind. Die aerodynamische Integration des Akkus auf der gegenüberliegenden Helmseite dient dem Gewichtsausgleich und reduziert einseitige Belastungen der Nackenmuskulatur auf langen Touren. Diese Gewichtsverteilung ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber universellen Systemen, die alle Komponenten in einem Gehäuse vereinen. Die mechanische Stabilität wird durch passgenaue Kunststoffführungen unterstützt, die sich nahtlos an das Helmprofil anschmiegen.

    Fehler in der offiziellen Anleitung, oder…

    Ein wesentlicher Aspekt, der in der Anleitung auf den Seiten 13 bis 15 ebenfalls gänzlich fehlt, ist die Berücksichtigung des optionalen Windabweisers am Kinn. Für eine fachgerechte Installation bildet dieser Windabweiser den eigentlichen Maßstab für die Kabelführung am unteren Helmrand. Es ist dringend zu empfehlen, die Position der Einrastnasen des Windabweisers vor der Montage am unteren Helmrand mit Klebeband zu maskieren. Dies stellt sicher, dass die Kabelverlegung konsequent hinter diesen Fixpunkten erfolgt, um die spätere Montage des Abweisers nicht zu behindern. Ohne diesen vorbereitenden Schritt droht eine Quetschung der filigranen Leitungen.

    … Kabelführung und Windabweiser

    Auch der konkave Bereich der Helmschale, wie auf Seite 16 der Anleitung angedeutet, erfordert eine exakte Ausrichtung der Basisplatte. Durch die aerodynamische Formgebung des Shoei NXR2 muss die Basisplatte äußerst präzise platziert werden, um eine vollflächige und dauerhafte Verbindung zu gewährleisten. Eine falsche Positionierung führt nicht nur zu ästhetischen Einbußen, sondern kann bei hohen Geschwindigkeiten auch zu störenden Luftverwirbelungen führen. Das Maskieren der Helmschale hilft hierbei, die optimale Position vor dem endgültigen Andrücken der Komponenten zu validieren und Kratzer am Helm zu vermeiden.

    Lautsprecherposition und Innenstruktur

    Die anschließende Verlegung der Lautsprecher im Inneren des Helms wird oft als kleinteilige Fummelarbeit wahrgenommen, die viel Geduld erfordert. Es ist fachlich sinnvoll, die Positionierung zunächst ohne die mitgelieferten Distanzpolster vorzunehmen, um die individuelle Passform und den exakten Abstand zum Ohr zu ermitteln. Die herstellerseitige Empfehlung, die Lautsprecher so nah wie möglich am Gehörgang zu platzieren, sollte erst durch sukzessives Aufpolstern nach ersten Trageversuchen erreicht werden. Die Kabel müssen dabei sorgfältig unter der Polsterung geführt werden, um unangenehme Druckstellen grundsätzlich und konsequent zu vermeiden.

    Die Nutzung von Klebestreifen zur temporären Fixierung der Kabelwege hat sich in der Praxis bewährt, um den finalen Einbau der Polster zu erleichtern. Besonders im Bereich des Nackens ist darauf zu achten, dass die Kabelverbindungen zum externen Akku nicht unter Zugspannung stehen. Eine saubere Führung innerhalb der vorgesehenen Kanäle des Shoei NXR2 minimiert das Risiko von Kabelbrüchen durch mechanische Belastung beim täglichen Auf- und Absetzen. Die Integration der Mikrofonleitung erfordert ebenfalls Präzision, um eine optimale Sprachaufnahme ohne Beeinträchtigung durch Atemgeräusche zu gewährleisten. Eine strukturierte Innenarchitektur ist die Voraussetzung für eine langlebige Systemfunktion.

    Erste Klanganalyse mit Gehörschutz

    Nach Abschluss der mechanischen Integration zeigt sich ein aerodynamisch vorteilhaftes Gesamtbild, das die Linienführung des Shoei NXR2 respektiert. Die Steuerungselemente der Haupteinheit sind haptisch gut voneinander abgesetzt und somit auch mit Motorradhandschuhen sicher erreichbar. Dies ist ein entscheidender Faktor für die Verkehrssicherheit beim Betrieb auf der BMW R1300 GSA. Ein erster stationärer Test der Audioqualität liefert ein klares und dynamisches Klangbild über die gesamte Frequenzbreite. Selbst unter Verwendung des hochwertigen Gehörschutzes von Alpine MotoSafePro bleibt die Sprachverständlichkeit und Musikklarheit des Systems auf einem beachtlich hohen Niveau.

    Fazit zum Sena SRL-EXT Einbau

    Die Kombination aus leistungsstarker Hardware und einem spezialisierten Helmdesign bietet theoretisch beste Voraussetzungen für die Saisonplanung 2026. Dennoch bleibt der fade Beigeschmack einer mangelhaften Anleitung und einer veralteten Software-Logik bestehen. Ein erfolgreicher Sena SRL-EXT Einbau erfordert daher deutlich mehr Eigeninitiative und handwerkliches Geschick, als vom Hersteller ursprünglich suggeriert. Nur durch diese zusätzliche Sorgfalt bei der vorausschauenden Planung der Kabelführung lässt sich sicherstellen, dass das System seine volle Leistung entfalten kann, ohne den Tragekomfort des Helms zu schmälern.

    Ob sich die investierte Zeit und der Montageaufwand im realen Fahrbetrieb tatsächlich auszahlen, wird der für Sonntag geplante Live-Test final klären. Hierbei stehen insbesondere die Stabilität der Audio-Wiedergabe und die Reduktion von Umgebungsgeräuschen im Fokus meiner technischen Analyse. Das fertige Ergebnis der Montage überzeugt optisch und haptisch, was die Erwartungshaltung an die funktionalen Aspekte weiter steigert. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das System hardwareseitig absolut überzeugt, während die softwareseitige Begleitung sowie die Dokumentation deutliches Optimierungspotenzial aufweisen.

    Das fertige Ergebnis nach dem Sena SRL-EXT Einbau an der BMW R1300 GSA..
    Das fertige Ergebnis der Montage am Shoei NXR2.

    Transparenzhinweis: Dieser Bericht zum Sena SRL-EXT Einbau wurde ohne Unterstützung durch den Hersteller erstellt. Alle Komponenten wurden regulär bei RAD erworben, um eine unabhängige und objektive Berichterstattung für www.oliversadventure.de zu gewährleisten.

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  • BMW R1300 GSA Kardanschutz Montage: Schutz des Endantriebs bei Sturz und Umfaller

    BMW R1300 GSA Kardanschutz Montage: Schutz des Endantriebs bei Sturz und Umfaller

    Die BMW R1300 GSA Kardanschutz Montage ist ein wesentlicher Baustein in meinem Sicherheitskonzept für die kommende Saison 2026. Die technische Optimierung meiner BMW R1300 GSA folgt einer klaren ökonomischen Logik: Risikominimierung durch gezielten Schutz exponierter und kostspieliger Bauteile. Während die massiven Sturzbügel den Boxermotor bei einem Umfaller effektiv abschirmen, bleibt das Gehäuse des Endantriebs im Serienzustand weitgehend angreifbar.

    Die Erfahrung aus früheren Reisen mit der KTM Duke oder der Suzuki GSR 1000 zeigt, dass gerade diese exponierten Bauteile im Falle eines Bodenkontakts irreparable Schäden davontragen können, was oft zu hohen Instandsetzungskosten oder einer massiven Wertminderung beim Wiederverkauf führt.

    Fehlende Dokumentation und die Suche nach technischen Daten

    Ein bemerkenswerter Umstand bei diesem Originalzubehör ist die Informationspolitik des Herstellers. BMW verweist für die BMW R1300 GS Kardanschutz Montage konsequent auf autorisiertes Fachpersonal und stellt Endverbrauchern keine offizielle Anleitung zur Verfügung. Um die für eine fachgerechte Installation notwendigen Drehmomente und Spezifikationen zu ermitteln, war eine Recherche in spezialisierten Fachforen wie dem GS-Forum unumgänglich.

    Dort konnte die notwendige Sicherheit gewonnen werden, um das Projekt am heutigen Vormittag bei optimalen Wetterbedingungen umzusetzen. Der Schutz selbst war ein Geschenk meiner Frau und ergänzt die bereits installierten Systeme wie das Carpuride-Display oder das Sena 3S Plus.

    Technische Voraussetzungen und Werkzeugliste

    Für die Montage an der BMW R1300 GSA ist keine komplexe Werkstattausrüstung erforderlich, wohl aber Präzisionswerkzeug für die Einhaltung der Drehmomente. Das Herzstück der Installation bildet ein hochwertiger Drehmomentschlüssel mit einem Einstellbereich, der die geforderten 8 Nm präzise abdeckt.

    Als Bit-Einsatz kommt ein Torx TX30 zum Einsatz, wobei ich hier auf Industriequalität von Wera setze, um die Schraubenköpfe nicht zu beschädigen. Der Lieferumfang des Schutzes umfasst neben dem Kunststoffprotektor eine spezielle Spreizhülse für die vordere Arretierung sowie eine längere Austauschschraube für die hintere Fixierung.

    Der Montageprozess: BMW R1300 GSA Kardanschutz Montage

    Der Prozess beginnt mit der Demontage der originalen Abdeckkappe und der darunterliegenden Schraube am Winkelgetriebe. Ein technischer Vergleich der Schrauben ist hierbei essenziell: Die neue Schraube weist eine größere Länge auf, da sie die zusätzliche Materialstärke des Protektors überbrücken muss. Zunächst wird die vordere Arretierungshülse vorbereitet. Diese Spreizhülse wird in die vorgesehene Bohrung am Gehäuse eingeführt und handfest angezogen, bis sie eine stabile Führung bietet – besten Dank ans Forum für den Hinweis – „Eventuell vor dem Einstecken in die Bohrung die Spreizhülse leicht vorspannen, sonst rutscht sie in der Bohrung durch.“

    Ein notwendiger Punkt bei der Installation ist die Entscheidung über die Verwendung der beiliegenden Aluminium-Distanzhülse. Diese wird ausschließlich benötigt, wenn der hintere Spritzschutz, der sogenannte „Eislöffel“, demontiert wurde. Da ich diesen für mein Reise-Setup beibehalte, wird die Hülse nicht verbaut und verbleibt als Ersatzteil.

    Finale Arretierung und Drehmoment-Spezifikation

    Nachdem der Schutz bündig auf dem Gehäuse des Endantriebs aufsitzt, erfolgt die finale Verschraubung. Hierbei ist strikt auf das korrekte Drehmoment von 8 Nm zu achten. Dieser Wert stellt sicher, dass die Verbindung vibrationsfest sitzt, ohne die Gewindegänge im Leichtmetallgehäuse des Kardans zu überlasten. Die BMW R1300 GSA Kardanschutz Montage erweist sich hierbei als sehr passgenau. Der optische Abschluss überzeugt durch eine Integration in die Linienführung der R1300 GSA und harmoniert mit den goldenen Kreuzspeichenfelgen.

    Wirtschaftlich betrachtet ist dieser Schutz eine logische Investition in die Betriebssicherheit. Wenn ich an die Seitenteile meiner früheren Suzuki GSR 1000 oder der Duke denke, die heute als Mahnmal im Keller liegen, ist die Prävention an dieser Stelle die deutlich günstigere Alternative zur Reparatur. Diese detaillierte Dokumentation der Arbeiten zur BMW R1300 GSA Kardanschutz Montage dient als fester Bestandteil meines digitalen Roadbooks für die kommenden Langstreckeneinsätze der Saison 2026.

    Diese detaillierte Dokumentation der Montagearbeiten dient als fester Bestandteil meines digitalen Roadbooks für die kommenden Langstreckeneinsätze der Saison 2026.

    Transparenzhinweis

    Abschließend wird klargestellt, dass für die Erstellung dieses Beitrags sowie die Durchführung der Montage an der BMW R1300 GSA keinerlei Unterstützung durch die Firmen Wera oder Proxxon erfolgte. Die Nutzung dieser Werkzeuge stellt keine Bevorzugung gegenüber anderen Herstellern wie Festool, Hazet oder Bosch dar, die ebenfalls zum technischen Equipment gehören. Diese Ergänzung wahrt die redaktionelle Unabhängigkeit und Objektivität der Dokumentation auf www.oliversadventure.de.

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  • Sena 3S Plus Universal im Praxistest: Integration im Shoei NXR2 & LS2 Vector II

    Sena 3S Plus Universal im Praxistest: Integration im Shoei NXR2 & LS2 Vector II

    Der Einbau des Sena 3S Plus Universal war für meine Saisonvorbereitung 2026 der technische Knackpunkt – besonders im Shoei NXR2.

    Die Planung für die Reisesaison 2026 folgt keiner spontanen Laune, sondern einer klaren technischen Zielsetzung. Auf den geplanten Langstrecken durch Frankreich – ebenso wie im dichten Stadtverkehr – soll die akustische Informationsquelle die visuelle Orientierung sinnvoll ergänzen. Navigationsanweisungen, Musik oder die drei Fragezeichen ersetzen keinen Blick auf die Straße, reduzieren aber kognitive Last in komplexen Situationen.

    Da der Schwerpunkt bewusst auf dem Solobetrieb liegt, spielte die Intercom-Funktion keine zentrale Rolle. Entscheidend waren vielmehr geringes Gewicht, eine möglichst unsichtbare Integration sowie eine Lösung, die den Charakter eines sportlichen Helms nicht verändert.

    Technische Spielereien sind reizvoll. Technische Kompromisse im sicherheitsrelevanten Bereich hingegen nicht.

    Vor diesem Hintergrund wurden die Auswahlkriterien systematisch definiert. Eine Modifikation der Helmschale kam grundsätzlich nicht infrage. Ebenso wenig durfte der Tragekomfort durch Druckpunkte im Ohrbereich beeinträchtigt werden. Gerade auf mehrstündigen Etappen entscheidet die präzise Positionierung der Lautsprecher über Sprachverständlichkeit und Ermüdungsfreiheit.

    Auch die Kabelführung war kein Nebendetail, sondern ein funktionales Kernelement. Kabel dürfen weder unter Spannung stehen noch bewegliche Komponenten wie Sonnenblendenmechaniken beeinflussen. Ein scheinbar „passender“ Einbau ist technisch erst dann akzeptabel, wenn alle Bauteile spannungsfrei und dauerhaft fixiert sind.

    Der Anspruch lautete daher nicht: „Es passt irgendwie.“
    Der Anspruch lautete: „Es funktioniert dauerhaft und reproduzierbar.“

    Alpine MotoSafePro: Materialprüfung und Service-Qualität

    Parallel zur elektronischen Aufrüstung erfolgte der Wechsel von herkömmlichen Gehörschutzstöpseln zu einem System mit selektiven Filtern. Die Wahl fiel auf die MotoSafePro von Alpine, bezogen direkt aus den Niederlanden.

    Während die Lieferung zügig erfolgte, offenbarte das Auspacken einen Qualitätsmangel am Aufbewahrungsetui. Der Schaumstoffeinsatz war erheblich verzogen und die Verklebung mangelhaft.

    Die anschließende Interaktion mit dem Kundenservice verlief sachlich und lösungsorientiert. Auf eine präzise Nachfrage hin wurde ohne formale Reklamation ein Upgrade auf das Deluxe-Etui angeboten, welches innerhalb von zwei Tagen eintraf und technisch die stabilere Lösung für das Zubehör darstellt.

    Sena 3S Plus Universal: Einbau im Shoei NXR2 – warum es scheitert

    Verpackung des Sena 3S Plus Universal Universal Microphone Kit
    Sena 3S Plus Universal

    Die Integration des Sena-Systems in den Shoei NXR 2 stieß jedoch an unerwartete konstruktive Grenzen. Während der Einbau auf der rechten Seite aufgrund der einfachen Kabelführung problemlos verlief, verhinderte die Kumulation von drei Rundkabeln und einem Flachbandkabel auf der linken Seite eine bündige Montage des Lautsprechers.

    Da sicherheitsrelevante Eingriffe in die Helmschale ausgeschlossen wurden, unterstreicht dieses Ergebnis, dass für den NXR 2 eine spezifisch optimierte Lösung wie das Sena SRL-EXT die technisch sinnvollere Wahl bleibt.

    Die Problematik verdeutlicht einen oft unterschätzten Aspekt moderner Helmkonstruktionen. Hochwertige Sporthelme sind aerodynamisch und strukturell auf minimale Toleranzen ausgelegt. Jeder Millimeter Innenraum folgt einem definierten Konzept. Ein universelles Kommunikationssystem trifft damit auf ein bereits optimiertes Gesamtsystem – Konflikte sind konstruktiv vorprogrammiert.

    Der Shoei NXR2 ist in seiner Bauweise kompromisslos auf Leichtbau und Stabilität ausgelegt. Zusätzliche Komponenten benötigen daher exakt vorgesehene Integrationsräume. Fehlen diese, entsteht kein Spielraum für Improvisation, ohne Komfort oder Sicherheit zu beeinträchtigen.

    In diesem Kontext ist das Scheitern kein Produktmangel, sondern eine Frage konstruktiver Kompatibilität.

    Sena 3S Plus Universal im LS2 Vector II – Lösung und Kabelführung

    Anstatt das System zu retournieren, wurde die Integration im LS2 Vector II geprüft. Dieser Helm erwies sich als deutlich toleranter gegenüber der Verkabelung des Sena 3S Plus Universal. Die Komponenten sowie das Flachbandkabel im Bereich der Sonnenblende ließen sich ohne Beeinträchtigung der Mechanik verlegen.

    Besonders die geschützte Positionierung des USB-Ladeanschlusses im hinteren Bereich des Helms ist als funktionaler Vorteil hervorzuheben.

    Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass…

    Der Einbau des Sena 3S Plus Universal zeigt exemplarisch, dass technische Systeme nicht isoliert bewertet werden dürfen. Entscheidend ist nicht das Produkt allein, sondern dessen Schnittstelle zum konkreten Helm. Während der Shoei NXR2 konstruktive Grenzen offenbarte, ließ sich das Sena 3S Plus Universal im LS2 Vector II funktionsgerecht und ohne sicherheitsrelevante Kompromisse integrieren.

    Ebenso prägend war die Service-Erfahrung mit Alpine. Die schnelle, lösungsorientierte Reaktion auf den Materialmangel am MotoSafePro-Etui steht für eine Servicekultur, die Verantwortung übernimmt, ohne Formalismen vorzuschieben. In einem technisch geprägten Umfeld ist diese Verlässlichkeit kein Nebenaspekt, sondern Teil der Gesamtbewertung.

    Die Saison 2026 wird zeigen, wie sich das Setup unter realen Bedingungen bewährt – auf langen Etappen, im Stadtverkehr und im Dauerbetrieb. Spätestens wenn zwischen Vogesenpass und Kreisverkehr wieder die drei Fragezeichen laufen, entscheidet sich, ob Planung, Integration und Praxis deckungsgleich bleiben.

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  • Neuzugang im Cockpit

    Neuzugang im Cockpit

    Carpuride 602BSPro – Bereit für die Tour-Saison 2026

    Es ist endlich da! Gestern ist das neue Carpuride 602BSPro bei mir eingetroffen. Ein herzliches Dankeschön geht an das Team von Carpuride für die Bereitstellung des Geräts und das Vertrauen in meine Touren-Projekte für das kommende Jahr.

    Warum das 602BSPro?
    Nach den ersten Eindrücken ist dieses 6,25-Zoll-Display für mich der „Golden Mean“. Es ist nicht so wuchtig wie die 7-Zoll-Variante, bietet aber deutlich mehr Übersicht als das kleinere 5-Zoll-Modell. Besonders spannend für alle BMW-Fahrer:

    Geöffnet

    Die volle Integration des Wonder Wheels und der neue USB-C-Anschluss am Pro-Modell machen das Handling und die Stromversorgung extrem flexibel. Mit einer Leuchtkraft von 1000 Nits ist es auch bei direkter Sonne perfekt ablesbar – ein entscheidender Faktor für meine kommenden Etappen.

    Das erwartet uns 2026
    Das Carpuride wird mich in diesem Jahr auf einigen Kilometern begleiten. Die Planung steht bereits:

    • Februar & März: Erste Roll-outs Richtung Soest
    • Frühjahr: Klassische Eintagesrennen in Belgien – die ultimative Rüttelprobe
    • Ostern: Geplante Kurvenjagd durch die Vogesen
    • Juli: Das große Highlight – Begleitung der Tour de France
    Menü

    Ein dickes Lob an Lars

    Wer sich für die technischen Details interessiert, sollte unbedingt bei Lars (Lars_bike_life Instgram & Youtube) vorbeischauen.
    Er hat ein Erklärvideo zum 602BSPro erstellt, das wirklich keine Fragen offen lässt. Ganz ehrlich: Besser und präziser hätte es der Hersteller selbst nicht präsentieren können. Von der Dual-Bluetooth-Koppelung bis hin zu den individuellen Bootscreens ist alles dabei. Schaut euch sein Review an, wenn ihr wissen wollt, was das Teil technisch wirklich kann!

    Hier geht’s zum Video

    Wie geht es weiter?


    Aktuell warte ich nur noch auf ein passendes Wetterfenster. Sobald die Straßen trocken sind und die Temperaturen wieder zweistellig werden, folgt der erste echte Praxistest. Ich bin gespannt, wie sich das Display bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen schlägt und wie flüssig die Navigation in den Ardennen performt.
    Bleibt dran, der erste Fahrbericht folgt bald!