Kategorie: Motorradreisen

In dieser Kategorie dokumentiere ich ausgewählte Motorradreisen, Eventbesuche und Tourenerfahrungen mit der BMW R1300 GSA

  • Pyrenäen mit dem Motorrad: Pässe, Drohnenaufnahmen und Grenzhopping

    Pyrenäen mit dem Motorrad: Pässe, Drohnenaufnahmen und Grenzhopping

    Pyrenäen mit dem Motorrad – genau darauf hatte ich mich während meiner Tour de France zur Tour de France besonders gefreut. Nach den langen Anreiseetappen begann Anfang Juli 2026 endlich der Teil der Reise, für den ich die Strecke ursprünglich geplant hatte: hohe Pässe, schmale Bergstraßen, wechselnde Landschaften und immer wieder neue Perspektiven auf Frankreich, Spanien und Andorra.

    Aus dem vorhandenen Material sind inzwischen drei sehr unterschiedliche Videos entstanden. Sie zeigen nicht einfach nur gefahrene Kilometer, sondern drei Blickwinkel auf dieselbe Reise: eine Fahrt über einen der höchsten Straßenpässe der Pyrenäen, Frankreich aus der Luft und meinen ersten echten Pyrenäentag im französisch-spanischen Baskenland.

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    Port d’Envalira: Mit dem Motorrad auf 2.408 Meter

    Der Port d’Envalira gehört zu den bekanntesten Passstraßen Andorras. Mit einer Höhe von 2.408 Metern ist er zugleich einer der höchsten asphaltierten Straßenpässe der Pyrenäen. Die Aufnahmen entstanden am 06.07.2026 während meiner Fahrt durch Andorra.

    Im Mittelpunkt steht die Auffahrt mit der BMW R 1300 GS Adventure. Das Video zeigt den Straßenverlauf, die zunehmend offene Berglandschaft und den Wechsel von dichterer Vegetation hinauf in die hochalpine Umgebung. Gerade auf einer langen Motorradreise ist ein Pass wie der Port d’Envalira mehr als nur ein Punkt auf der Route. Er markiert einen Abschnitt, auf den man sich kilometerlang vorbereitet.

    Die Fahrt wurde nicht künstlich inszeniert. Zu sehen ist der tatsächliche Streckenverlauf, ergänzt durch mein Intro und eine musikalische Begleitung. Damit bleibt der Charakter der realen Motorradreise erhalten, ohne dass jede einzelne Minute der Auffahrt vollständig gezeigt werden muss.

    Frankreich aus der Luft

    Das zweite Video verlässt bewusst die Perspektive vom Motorrad. Mit der DJI Flip entstanden Drohnenaufnahmen an drei sehr unterschiedlichen Orten: am Col du Pourtalet, an der Dune du Pilat und in Saint-Savin.

    Der Col du Pourtalet verbindet die französischen und spanischen Pyrenäen. Die Aufnahmen zeigen die offene Berglandschaft und die weite Sicht entlang der Passregion. An der Dune du Pilat verändert sich das Bild vollständig. Statt Bergstraßen und Hochlagen steht dort die gewaltige Sanddüne an der französischen Atlantikküste im Mittelpunkt.

    In Saint-Savin treffen Landschaft, Architektur und Geschichte aufeinander. Die Abtei und die Umgebung bilden einen deutlichen Kontrast zu den Fahraufnahmen der Reise. Genau deshalb war mir wichtig, diese Orte nicht nur vom Boden aus zu dokumentieren.

    Das etwa zehnminütige Video ist kein vollständiger Reisebericht, sondern ein visueller Überblick. Es zeigt, wie unterschiedlich Frankreich innerhalb weniger Reisetage wirken kann: Atlantikküste, historische Orte und Pyrenäenlandschaft liegen thematisch weit auseinander und gehören dennoch zu derselben Tour.

    Erster Pyrenäen-Tag im Baskenland

    Am 04.07.2026 begann mein erster wirklicher Pyrenäentag. Ausgangspunkt war San Sebastián. Von dort führte die Route durch das spanische und französische Baskenland, über kleine Straßen, abgelegene Höhenzüge und mehrere kaum wahrnehmbare Grenzübergänge.

    Eine wichtige Verbindung war die NA-4400. Immer wieder wechselte die Strecke zwischen Spanien und Frankreich. Dieses Grenzhopping war nicht nur auf der Karte sichtbar, sondern zeigte sich auch an Straßennamen, Beschilderungen und der wechselnden Umgebung.

    Zu den Stationen gehörten das Village d’Iraty sowie der Col d’Iraty, der auch als Col Bagargui bekannt ist. Der Pass liegt auf 1.327 Metern Höhe im französischen Baskenland. Die Strecke dorthin war geprägt von schmalen Straßen, dichter Vegetation und immer wieder offenen Ausblicken über die Berglandschaft.

    Ein weiterer markanter Punkt war der Col de Lizarrieta, baskisch Lizaieta. Der Grenzpass liegt auf etwa 441 Metern Höhe zwischen Etxalar in Navarra und Sare im französischen Baskenland. Direkt am Übergang befindet sich die Venta Lizaieta. Auf spanischer Seite führt die NA-4400 hinauf, auf französischer Seite geht es über die D306 weiter.

    Pyrenäen mit dem Motorrad: drei Videos, drei Perspektiven

    Die drei Videos zeigen, wie unterschiedlich eine Motorradreise dokumentiert werden kann. Der Port d’Envalira steht für die klassische Passfahrt. Die Drohnenaufnahmen erweitern die Perspektive und zeigen Orte, die sich vom Motorrad aus nur eingeschränkt erfassen lassen. Der erste Pyrenäentag verbindet schließlich Strecke, Landschaft, Grenzübergänge und persönliche Eindrücke zu einer zusammenhängenden Tagesgeschichte.

    Mit diesen drei Videos beginnt meine Dokumentation der Reise durch die Pyrenäen mit dem Motorrad. Nicht jede Etappe wird gleich erzählt und nicht jeder Kilometer muss gezeigt werden. Entscheidend ist, dass die einzelnen Videos gemeinsam den Charakter der Tour transportieren: lange Strecken, besondere Orte, technischer Praxiseinsatz und die Freude daran, Europa mit dem Motorrad zu entdecken.

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  • Booking.com: bequem buchen – bei Problemen allein gelassen

    Booking.com: bequem buchen – bei Problemen allein gelassen

    Meine jüngsten Booking.com Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wenig die versprochene Bequemlichkeit wert ist, sobald bei einer Hotelbuchung tatsächlich ein Problem entsteht.

    Booking.com verspricht eine einfache Hotelsuche, schnelle Buchungen und vermeintliche Vorteile durch das Genius-Programm. Solange alles reibungslos funktioniert, ist das zweifellos bequem. Meine jüngsten Erfahrungen haben mir jedoch gezeigt, wie wenig diese Bequemlichkeit wert ist, sobald bei einer Buchung tatsächlich ein Problem entsteht.

    Grafik mit Booking.com-Verbotsschild sowie Fotos des Hotel Palacio de Aiete in San Sebastián und des La Maison Hôtel & Gîte in Laguiole. Die Kernaussage lautet: bequem buchen, bei Problemen allein gelassen – deshalb künftig direkt beim Hotel buchen.

    Beim Hotel Palacio de Aiete in San Sebastián war die Parksituation auf Booking.com nicht so dargestellt, wie sie sich nach meiner Nachfrage tatsächlich herausstellte. Ein geeigneter Stellplatz für mein voll beladenes Motorrad war keineswegs verbindlich eingeschlossen. Stattdessen war ein sicherer Parkplatz nur nach Verfügbarkeit beziehungsweise gegen zusätzliche 16 Euro pro Nacht erhältlich. Gerade auf einer Motorradreise ist ein sicherer und befestigter Stellplatz jedoch kein nebensächliches Komfortmerkmal, sondern ein wesentliches Buchungskriterium.

    Beim La Maison Hôtel & Gîte in Laguiole entstand ein weiterer Konflikt. Als Abstellmöglichkeit wurden unter anderem eine Wiese oder ein öffentlicher Platz genannt – für ein über 320 Kilogramm schweres Motorrad keine akzeptable Lösung. Aus meiner sachlichen Nachfrage entwickelte sich eine ausgesprochen unerfreuliche Kommunikation. Später wurde ich gegenüber Booking.com sogar als nicht angereist gemeldet, obwohl der vorausgegangene Streit um die Buchung und die Parksituation bekannt war.

    Meine Booking.com Erfahrungen mit dem Kundenservice

    Spätestens hier hätte sich zeigen müssen, welchen Wert eine Buchungsplattform als Vermittler besitzt. Doch statt einer nachvollziehbaren Prüfung oder einer konkreten Unterstützung begann eine nahezu absurde Kommunikationsschleife. Obwohl sämtliche Angaben bereits vorlagen, wurden Buchungsnummer, Kontaktdaten und Sachverhalt wiederholt neu angefordert. Antworten kamen von einer No-Reply-Adresse, während ich gleichzeitig aufgefordert wurde, genau auf diese Nachrichten zu antworten. Teilweise sollte ich mir sogar selbst eine Kontaktadresse aus meiner Buchungsnummer und einer Booking.com-Domain zusammensetzen.

    Nach rund zehn E-Mails war das Ergebnis ernüchternd: kein erkennbarer Kundenservice, keine wirkliche Unterstützung und keine Lösung. Solange gebucht und bezahlt wird, funktioniert das System. Sobald es jedoch Unstimmigkeiten mit einer Unterkunft gibt, bleibt der Kunde weitgehend sich selbst überlassen.

    Damit stellt sich für mich eine grundsätzliche Frage: Wozu brauche ich Booking.com überhaupt noch?

    Die Plattform spart zunächst ein wenig Zeit. Einen echten finanziellen Vorteil konnte mir aber auch der beworbene Genius-Status nicht bieten. Bei direkten Anfragen habe ich dagegen wiederholt bessere Preise oder günstigere Konditionen erhalten. Gleichzeitig lassen sich wichtige Punkte wie Parkplatz, Frühstück, Anreise und Stornierung unmittelbar mit dem Hotel klären, bevor verbindlich gebucht wird.

    Gerade in Zeiten steigender Preise für Lebensmittel, Kraftstoff und Reisen lohnt es sich, diese wenigen Minuten zu investieren. Ein Hotel kann weiterhin über ein Buchungsportal gefunden werden. Vor der Buchung sollte man jedoch den Preis notieren und anschließend direkt beim Hotel anfragen. Moderne Übersetzungsprogramme machen das auch dann problemlos möglich, wenn man die jeweilige Landessprache nicht beherrscht.

    Meine persönliche Konsequenz ist eindeutig: Booking.com wird für mich künftig höchstens noch als Suchmaschine dienen. Gebucht wird nach Möglichkeit direkt beim Hotel. Denn eine Vermittlungsplattform, die im Problemfall weder erreichbar ist noch wirksam vermittelt, bietet mir keinen Mehrwert.

    Bequemlichkeit allein reicht nicht. Erst recht nicht, wenn der Kunde dafür am Ende mehr bezahlt und bei Schwierigkeiten trotzdem allein dasteht.

    Außenansicht des Hotel Clermont Estaing mit großem befestigten Parkplatz bei blauem Himmel.
    Das Hotel Clermont Estaing als positives Gegenbeispiel: direkte Kommunikation, ein transparentes Gesamtangebot und eine für die Motorradreise eindeutig geklärte Parksituation.

    Dass eine Direktbuchung unkompliziert und attraktiv sein kann, zeigte mir das Hotel Clermont Estaing (Clermont-Ferrand: die dreifache Stadt)auf meiner Rückreise. Ich kontaktierte das Hotel unmittelbar und erhielt kurzfristig ein transparentes Gesamtangebot einschließlich Frühstück und sämtlicher Abgaben.

    Die Kommunikation verlief ausgesprochen freundlich, offene Fragen ließen sich direkt klären und auch die Parksituation war für meine Motorradreise eindeutig. Besonders deutlich wurde der Vorteil beim Preis: Im Vergleich zum Angebot über Booking.com erhielt ich bei der direkten Buchung wesentlich bessere Konditionen. Für mich war das ein konkreter Beleg dafür, dass eine Direktbuchung nicht umständlicher sein muss – häufig ist sie persönlicher, transparenter und deutlich günstiger.

    Weitere Rezensionen zu allen Hotels dieser Reise folgen in separaten Beiträgen.

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  • 4004 Kilometer, 13 Tage, 6 Länder – meine bisher größte Motorradreise!

    4004 Kilometer, 13 Tage, 6 Länder – meine bisher größte Motorradreise!

    Meine Motorradreise 2026 führte über 4004 Kilometer, 13 Tage und elf Fahretappen durch sechs Länder. Von Wesseling ging es über Luxemburg, Belgien und Frankreich bis an den Atlantik. Anschließend führte die Route über San Sebastián durch die spanischen und französischen Pyrenäen, über Andorra zur Tour de France nach Foix und durch das Zentralmassiv zurück nach Deutschland.

    Unterwegs war ich erstmals auf einer Reise dieser Größenordnung mit meiner BMW R 1300 GS Adventure. Im Jahr zuvor waren es 3046 Kilometer gewesen. Diesmal sollte die Marke von 4000 Kilometern fallen – wenn auch am Ende denkbar knapp. Nach der Rückkehr zeigte das Display exakt 4004,1 Kilometer und eine Fahrzeit von 64 Stunden und 19 Minuten.

    Die Zahlen allein erzählen jedoch nur einen kleinen Teil dieses Abenteuers. Dahinter stehen ein kurzfristig verschobener Start, eine bewusst auf Landstraßen geplante Route, die größte Wanderdüne Europas, drei intensive Tage in den Pyrenäen, mehrere legendäre Pässe, die Tour de France in Foix und eine Hitze, die meine ursprüngliche Planung immer wieder veränderte.

    Eine Motorradreise 2026 zur Tour de France

    Das primäre Ziel der Reise stand bereits lange vor der Abfahrt fest: Ich wollte die Tour de France erneut live erleben. Als ehemaliger ambitionierter Amateur-Radsportler faszinieren mich die großen Rundfahrten bis heute. Nach der Tour de France 2024 und der Vuelta a España 2025 sollte es diesmal nach Foix gehen.

    Die Tour de France war allerdings nur der feste zeitliche und geografische Anker. Eine direkte Fahrt dorthin kam für mich nicht infrage. Der Weg sollte ein wesentlicher Teil der Reise werden.

    Ich wollte die Pyrenäen endlich unter besseren Bedingungen erleben als bei meinen vorherigen Versuchen. Ganz oben auf meiner persönlichen Liste standen der Col du Pourtalet, der Col du Tourmalet, der Col d’Aspin, der Port del Cantó und vor allem der Port d’Envalira in Andorra.

    Bei meinem vorherigen Besuch hatte sich der Port d’Envalira von seiner denkbar unangenehmsten Seite gezeigt: tiefe Wolken, Regen, Hagel, Temperaturen um sechs Grad und über weite Strecken nur langsames Vorankommen hinter einem Lastwagen. Diesmal wollte ich den Pass bei trockener Straße und freier Sicht erleben.

    Ein weiteres Reiseziel kam durch einen Bericht im WDR (wunderschön) hinzu. Dort hatte ich erstmals ausführlicher von der Dune du Pilat gehört, Europas größter Wanderdüne. Danach war für mich klar: Wenn die Route ohnehin an den Atlantik führt, muss ich diesen Ort selbst sehen.

    Der Start musste warten

    Ursprünglich sollte die Reise bereits am Samstag vor dem 29. Juni beginnen. Die Wetterprognosen ließen mich meine Planung jedoch ändern. In Deutschland wurden Temperaturen von mehr als 40 Grad erwartet, für Frankreich waren zusätzlich schwere Unwetter angekündigt.

    Die vorhergesagten Unwetter blieben auf meiner Strecke weitgehend aus. Die extreme Hitze dagegen begleitete mich beinahe während der gesamten Reise.

    So begann meine Motorradreise 2026 erst am Montagmorgen, 29.06.2026 in Wesseling. Zunächst nutzte ich die A1 bis zu ihrem Ende bei Blankenheim. Danach ging es über Luxemburg und Belgien weiter in Richtung Frankreich. In Doncols tankte ich noch einmal, bevor die eigentliche Fahrt über französische Landstraßen begann.

    Obwohl ich einen Mauttransponder besitze, war die Route bewusst so geplant, dass mautpflichtige Autobahnen möglichst vollständig vermieden wurden. Kurviger ermöglichte mir zugleich, kleinste und unbefestigte Straßen weitgehend auszuschließen. Ich wollte Landstraße fahren, ohne mit einer voll beladenen BMW auf irgendeinem Schotterweg zu landen.

    Über Troyes und Saint-Savin in Richtung Atlantik

    Die erste Etappe endete nach 444,5 Kilometern in Saint-André-les-Vergers bei Troyes. Nach mehr als sechs Stunden Fahrzeit war damit der erste große Abschnitt geschafft.

    Troyes war zugleich einer der ersten Orte, an denen ich mir zumindest etwas Zeit für einen Rundgang nahm. Die historischen Fachwerkhäuser mit ihren schmalen Fassaden, kräftigen Farben und sichtbar unterschiedlichen Bauzuständen bildeten einen deutlichen Kontrast zu den langen Straßen und Feldern der Anreise.

    Am nächsten Morgen führte mich die zweite Etappe über 371 Kilometer nach Saint-Savin. Meine Unterkunft, das Hôtel de l’Abbaye, war einfach, charmant und passte zum ruhigen Charakter des Ortes. Auch die historische Steinbogenbrücke gehörte zu den Motiven, die mir dort besonders auffielen.

    Die Landschaft der ersten Tage war vor allem von einem geprägt: Weizen. Weizenfelder schienen sich teilweise bis zum Horizont aneinanderzureihen. Gelegentlich kamen Sonnenblumen und Mais hinzu. Erst ungefähr 150 bis 180 Kilometer vor Bordeaux entdeckte ich die ersten Weinreben.

    Schon lange vor meinem eigentlichen Ziel in Foix war außerdem erkennbar, dass die Tour de France bevorstand. Hinweisschilder, angekündigte Straßensperrungen und lokale Veranstaltungen begleiteten mich bereits auf der Fahrt durch Frankreich.

    Die Dune du Pilat aus der Luft

    Am 1. Juli erreichte ich nach etwa 392 Kilometern La Teste-de-Buch am Bassin d’Arcachon. Dort hatte man sehr freundlich und flexibel auf meine Ankunft reagiert. Das Zimmer war hervorragend, die Klimaanlage funktionierte einwandfrei und auch das zusätzlich gebuchte Frühstück bot alles, was ich für den nächsten Reisetag brauchte.

    Am folgenden Morgen stand zunächst die Dune du Pilat auf dem Programm.

    Der erste Eindruck vor Ort war allerdings weniger unkompliziert als erhofft. Die Zufahrt und der offenbar kostenpflichtige Parkplatz ließen mich zunächst weiterfahren. Mit einem voll beladenen Motorrad wollte ich erst prüfen, welche Möglichkeiten es in der Umgebung gab.

    Die eigentliche Dimension der Düne erschloss sich anschließend vor allem aus der Luft. Mit der DJI Flip konnte ich den Übergang zwischen Atlantik, Strand, Sand und dem angrenzenden Wald aus einer Perspektive dokumentieren, die vom Boden kaum möglich gewesen wäre.

    Im Nachhinein würde ich einen erneuten Besuch anders planen. Statt die Düne lediglich in eine Tagesetappe einzubauen, könnte ich mir vorstellen, dort auf einem Campingplatz eine kleine Unterkunft oder ein Tiny House zu mieten. So bliebe ausreichend Zeit für die Düne, den Strand und das Wasser.

    Entlang der Biskaya nach San Sebastián

    Von La Teste-de-Buch führte die vierte Fahretappe über rund 388 Kilometer, inkl. bewusst gewählter Umwege, entlang der Atlantikküste nach San Sebastián. Damit erreichte ich Spanien und zugleich den ersten von zwei Orten, an denen ich jeweils einen vollständigen Tag ohne Motorrad vorgesehen hatte.

    Der 3. Juli wurde ausgerechnet der einzige Regentag der gesamten Reise. Ich hatte ihn als Strandtag geplant und hielt grundsätzlich daran fest, auch wenn das Wetter San Sebastián nicht von seiner besten Seite zeigte.

    Zeitweise hörte der Regen auf, und zumindest für einige Minuten war auch ein Bad im Meer möglich. Die Bucht, der Stadtstrand und die Isla de Santa Clara boten dennoch genau die Motive, die ich mit San Sebastián verbunden hatte.

    Der Aufenthalt war zugleich eine Zäsur. Hinter mir lagen bereits mehr als 1400 Kilometer Anreise. Vor mir lagen drei Tage, die zum fahrerischen Kern der gesamten Motorradreise 2026 werden sollten.

    Drei Tage durch die Pyrenäen

    Am 4. Juli verließ ich San Sebastián in Richtung Jaca. Die fünfte Fahretappe führte über 393 Kilometer durch die westlichen Pyrenäen und endete nach knapp sieben Stunden an der Lodge Pura Vida Pirineos.

    Die Landschaft veränderte sich grundlegend. Nach den langen Verbindungsetappen durch Frankreich dominierten nun Bergstraßen, Täler, weite Ausblicke und ein deutlich abwechslungsreicherer Streckenverlauf.

    Einer der ersten großen Höhepunkte war der Col du Pourtalet. Auf dieser Reise fuhr ich ihn zweimal: zunächst von Frankreich nach Spanien und am folgenden Tag in entgegengesetzter Richtung zurück nach Frankreich.

    Die Bedingungen waren nahezu ideal. Trockene Straßen, freie Sicht und eine Berglandschaft, die den Charakter der gesamten Tour veränderte. Einzig und vielleicht die wichtigste Erkenntnis, Kuh-Mist, überall, auf den Straßen, daneben, frisch, getrocknet. Es ist nicht der Geruch, nein, das Verhalten beim durchfahren gleicht Matsch. Den Tieren gehört dort noch die Natur, also Rücksicht und Vorsicht.

    Tourmalet, Aspin und mehr als 38 Grad

    Die sechste Etappe am 5. Juli führte von Jaca zunächst wieder über den Col du Pourtalet nach Frankreich. Anschließend standen unter anderem der Col du Tourmalet und der Col d’Aspin auf der Route.

    Am Tourmalet fand an diesem Tag eine Radsportveranstaltung statt. Es handelte sich offenbar um eine Mischung aus organisiertem Rennen und Veranstaltung für ambitionierte Hobbyfahrer. Die Auffahrt war entsprechend stark frequentiert.

    Vor mir fuhr zeitweise ein italienischer Motorradfahrer, weiter vorne regelte beziehungsweise begleitete die Polizei den Verkehr. Die Auffahrt dauerte dadurch ungefähr eine Stunde. Auf der Passhöhe war es schließlich so voll, dass kaum ein geeigneter Platz zum Anhalten zu finden war.

    Radfahrer, Motorräder, Autos und Besucher drängten sich auf engem Raum. Die freie Fahrt über einen legendären Pyrenäenpass, die ich mir vorgestellt hatte, war das nicht. Dennoch gehörte auch dieser Andrang zur Realität des Tages.

    Der Col d’Aspin zeigte sich dagegen beinahe als Gegenentwurf. Deutlich weniger Verkehr, freie Strecke und eine wesentlich ruhigere Atmosphäre machten ihn zu einem der schönsten Pässe der gesamten Reise.

    Auf dem Weg nach Saint-Lary-Soulan wurden die Temperaturen jedoch zunehmend problematisch. Dort legte ich bei einer Cola Zero eine Pause ein. In diesem Ort hatte ich bereits 2024 die Tour de France erlebt.

    Angesichts von zeitweise mehr als 38 Grad im Schatten entschied ich, die restliche Route zu verkürzen. Statt weitere Schleifen zu fahren, ging es durch den Túnel de Bielsa-Aragnouet zurück auf die spanische Seite nach La Puebla de Roda.

    Auch nach dieser Entscheidung lagen ab Saint-Lary-Soulan noch 119 Kilometer vor mir. Insgesamt kamen an diesem Tag 349 Kilometer und 5 Stunden 55 Minuten Fahrzeit zusammen.

    Über den Port del Cantó nach Andorra

    Der Port d’Envalira wurde anschließend zu einem der persönlichen Höhepunkte der gesamten Reise.

    Nach den extrem schlechten Bedingungen des Vorjahres konnte ich den Pass diesmal bei freier Sicht und trockener Fahrbahn erleben. Die Fahrt ist vollständig mit der DJI Osmo Action 5 Pro dokumentiert. Nach meiner Erinnerung benötigte ich ungefähr neun Minuten für die Auffahrt und elf Minuten für die Abfahrt.

    Selbst eine Baustelle hinter der Grenze zwischen Andorra und Frankreich änderte nichts daran, dass sich diese Passage vollkommen anders anfühlte als im Jahr zuvor.

    Am Abend erreichte ich nach 333 Kilometern Foix. Zu diesem Zeitpunkt lagen bereits mehr als 2500 Kilometer hinter mir. Die wesentlichen Ziele in den Pyrenäen waren erreicht: Col du Pourtalet, Col du Tourmalet, Col d’Aspin, Port del Cantó und Port d’Envalira.

    Die Tour de France in Foix

    Der 7. Juli war mein zweiter Pausentag und zugleich der eigentliche Anlass der gesamten Reise. Die Tour de France erreichte Foix.

    Bereits am Vormittag füllte sich der Bereich rund um das Ziel zunehmend mit Zuschauern, Radsportlern, Teams und Fahrzeugen der Organisation. Mehrfach ging ich zum Zielbereich, um die Entwicklung der Veranstaltung und die zunehmende Zahl der Besucher zu beobachten.

    Als ehemaliger Radsportler verbinde ich mit den großen Rundfahrten eine Begeisterung, die weit über das reine Rennergebnis hinausgeht. Es sind die Strecken, die Menschen am Straßenrand, die Stunden des Wartens und die besondere Spannung unmittelbar vor der Ankunft der Fahrer.

    Natürlich war auch dieser Tag anstrengend. Mehrere Stunden in der Sonne zu stehen, während die Temperaturen erneut sehr hoch lagen, hinterließ seine Spuren. Trotzdem war Foix die Reise wert.

    Unter dem Viaduc de Millau hindurch

    Am 8. Juli begann die Rückreise. Von Foix führte die achte Fahretappe über Carcassonne und weiter nach Saint-Geniez-d’Olt.

    Das Viaduc de Millau kannte ich bereits aus früheren Reisen. Bisher war ich jedoch immer nur daran vorbeigefahren. Diesmal wollte ich das imposante Bauwerk bewusst von unten erleben.

    Aus dieser Perspektive wirken die Dimensionen noch einmal anders. Die hohen Pfeiler und die weit über dem Tal verlaufende Fahrbahn lassen sich kaum mit einem gewöhnlichen Brückenbauwerk vergleichen.

    Ein passendes Einzelbild werde ich später aus dem Videomaterial der Actionkamera ergänzen. Der Abschnitt kann bis dahin zunächst ohne Foto bleiben.

    Nach rund 311 Kilometern endete die Etappe im Hôtel Le Lion d’Or in Saint-Geniez-d’Olt.

    Das Zentralmassiv fiel kürzer aus als geplant

    Meine ursprüngliche Planung sah eine deutlich umfangreichere Rückreise durch das Zentralmassiv vor. Ich wollte unter anderem weitere Abschnitte der N88 fahren und erneut nach Le Puy-en-Velay.

    Die Hitze machte diese Planung zunehmend unrealistisch.

    Bei Temperaturen um 38 bis 40 Grad veränderten sich die Prioritäten. Zusätzliche Sehenswürdigkeiten und Umwege verloren an Bedeutung. Wichtiger wurden Schatten, ausreichend Flüssigkeit, eine Dusche, eine funktionierende Klimaanlage und ein kaltes Getränk am Ende des Tages.

    Am 9. Juli führte die Route über 323 Kilometer von Saint-Geniez-d’Olt nach Clermont-Ferrand. Unterwegs durchquerte ich mehrere Orte, die wenige Tage später Teil einer Etappe der Tour de France sein sollten.

    In Clermont-Ferrand übernachtete ich erneut im Hotel Clermont Estaing, das ich bereits aus dem Vorjahr kannte. Der Hotelmanager hatte sehr freundlich auf meine Anfrage reagiert, und auch diesmal fühlte ich mich dort gut aufgehoben.

    Trotz der Hitze machte ich mich noch auf den Weg zur Kathedrale Notre-Dame-de-l’Assomption. Die aus dunklem Vulkangestein errichtete Kathedrale ist für mich die schwarze Kathedrale von Clermont-Ferrand.

    Dort zündete ich eine Kerze für unsere Tiere an. Für einen längeren Aufenthalt in der Stadt war es jedoch schlicht zu heiß. Nach kurzer Zeit ging es zurück in das klimatisierte Hotel.

    Über Chaumont zurück nach Wesseling

    Am 10. Juli führte die vorletzte Etappe über etwa 375 Kilometer nach Chaumont. Die Temperaturen stiegen weiter, und aus der ursprünglich touristisch geplanten Rückreise wurde zunehmend eine pragmatische Heimfahrt.

    Die letzte Fahretappe begann am Morgen des 11. Juli. Von Chaumont ging es über Luxemburg zurück nach Deutschland.

    Um 10:05 Uhr überquerte ich die Grenze von Luxemburg nach Deutschland. Um 11:05 Uhr erreichte ich Nordrhein-Westfalen und um 11:57 Uhr stand die BMW wieder zu Hause in Wesseling.

    Nach weiteren 425 Kilometern zeigte das Display der BMW R 1300 GS Adventure eine Gesamtdistanz von 4004,1 Kilometern und eine Fahrzeit von 64 Stunden und 19 Minuten.

    Technik auf meiner Motorradreise 2026

    Die Reise war zugleich die erste große Bewährungsprobe für meine BMW R 1300 GS Adventure. Sie ersetzte auf dieser Tour die KTM 890 Duke, mit der ich 2024 und 2025 unterwegs gewesen war. Die Duke war ein großartiges Motorrad, auf langen Reisen lagen ihre Grenzen für mich jedoch vor allem bei der Ergonomie und der Reichweite.

    Hier spielte die BMW ihre Stärken deutlich aus. Trotz des höheren Gewichts, der vollständigen Beladung und einer durchaus dynamischen Fahrweise – zeitweise auch im Dynamic-Modus und selbstverständlich im Rahmen der geltenden Verkehrsregeln – lag der Verbrauch nur selten bei fünf Litern oder darüber. Über die gesamte Reise zeigte der Bordcomputer einen Durchschnitt von 4,7 Litern je 100 Kilometer. Der Boxer erwies sich damit nicht nur als souverän und langstreckentauglich, sondern auch als bemerkenswert sparsam.

    Zur Ausstattung gehörten mein Shoei NXR2 mit dem Sena SRL-EXT, die Sommer-Textil-Mesh-Bekleidung von Dainese, Kurviger für Planung und Navigation sowie das Carpuride-Display für Android Auto. Meine Aufnahmen entstanden mit der DJI Osmo Action 5 Pro und der DJI Flip.

    Auch leichte Sommerbekleidung stößt bei dauerhaft mehr als 35 Grad irgendwann an ihre Grenzen. Gleiches galt für den Helm. Selbst bei guter Anströmung wurde die Hitze zeitweise zu einer erheblichen Belastung.

    Zu Kurviger, dem Carpuride-System und dem Sena SRL-EXT sind auf oliversadventure.de bereits eigene Beiträge erschienen. Die passenden internen Links werden an dieser Stelle direkt in den jeweiligen Begriffen hinterlegt.

    Meine bisher größte Motorradreise verlief anders als geplant

    Die Motorradreise 2026 verlief nicht genau so, wie ich sie ursprünglich geplant hatte. Der Start verschob sich um zwei Tage. Teile der vorgesehenen Rückroute entfielen. Das Zentralmassiv fiel kürzer aus, als ich es mir gewünscht hatte.

    Trotzdem erreichte ich alle wesentlichen Ziele: die Dune du Pilat, San Sebastián, die großen Pyrenäenpässe, Andorra, die Tour de France in Foix und das Viaduc de Millau.

    Vor allem konnte ich die Pyrenäen endlich unter den Bedingungen erleben, auf die ich bei den vorherigen Reisen vergeblich gehofft hatte. Der Port d’Envalira zeigte sich nicht in Wolken, Regen und Hagel, sondern bei freier Sicht und trockener Straße. Den Col du Pourtalet fuhr ich von beiden Seiten, der Col d’Aspin war nahezu verkehrsfrei und selbst der völlig überfüllte Tourmalet wurde zu einer Erfahrung, die zu diesem Abenteuer gehört.

    Die Planung war die Grundlage. Die tatsächlichen Bedingungen bestimmten, was davon möglich war. Oder, wie ich es noch aus meiner Bundeswehrzeit kenne:

    Leben in der Lage – nichts ist beständiger als die Lageänderung.

    Am Ende standen 4004 Kilometer auf dem Display. Entscheidender war jedoch, was zwischen Wesseling, der Atlantikküste, den Pyrenäen, Foix und dem Zentralmassiv passiert war.

    Die ausführlicheren Berichte zu den einzelnen Etappen und Erlebnissen folgen nach und nach auf oliversadventure.de. Einen besonderen Schwerpunkt werden diesmal die Videos bilden. Vor allem aus den Pyrenäen ist umfangreiches Material mit der DJI Osmo Action 5 Pro entstanden, ergänzt durch Aufnahmen der DJI Flip und einige Sequenzen von der Tour de France in Foix.

    Daneben werde ich auch auf die Übernachtungen eingehen. Einige Hotels haben mich mit großer Freundlichkeit, Flexibilität und einem sehr guten Gesamtpaket überzeugt. Bei zwei Unterkünften gab es dagegen erheblichen Ärger, der weit über eine gewöhnliche schlechte Erfahrung hinausging. Auch meine Auseinandersetzung mit Booking.com wird ein eigenes Thema. Nach mehr als vier Jahren und trotz Genius-Status Level 3 habe ich die Zusammenarbeit beziehungsweise Nutzung schließlich beendet. Die Gründe dafür werde ich in einem gesonderten Beitrag ausführlich und nachvollziehbar darstellen.

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  • 26. April 2026 Sonntagsglück in den Ardennen

    26. April 2026 Sonntagsglück in den Ardennen

    Wo Legenden auf den Asphalt treffen

    An diesem strahlenden Sonntag verschmolzen die Grenzen zwischen der Eifel und den belgischen Ardennen zu einem unvergleichlichen Erlebnis voller Intensität. Die Route führte bei perfektem Wetter über den markanten Weißen Stein und den Losheimer Graben direkt hinein in das Herz des Radsports am Col de Haussire. Jeder Kilometer war geprägt von einer tiefen Emotionalität, die durch die weite Landschaft und die warme Sonne eine ganz besondere Dynamik entwickelte.

    Auf den Spuren der Doyenne – Vorbei am Monument Eddy Merckx

    Ein absoluter Höhepunkt der Tour war die Fahrt auf den legendären Wegen von Lüttich-Bastogne-Lüttich, die direkt an der geschichtsträchtigen Gedenkstätte für Eddy Merckx vorbeiführte. Diese Momente fangen die reine Faszination und Ehrfurcht vor den großen Klassikern ein, die in meinem neuen Video in jeder Sequenz spürbar werden. Es war ein Tag, der die Leidenschaft für den Sport und die Schönheit der Natur perfekt vereinte und den du ab sofort in bewegten Bildern auf meiner Seite miterleben kannst.

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